Behandlung von Chlamydien

Chlamydien werden mit Antibiotika behandelt. Die meistgenutzten Antibiotika sind:
• Azithromycin (Einmaldosis)
• Doxycyclin (über einen längeren Zeitraum, für gewöhnlich zwei Tabletten pro Tag für eine Woche)
Sie werden in der Regel behandelt, wenn Sie Symptome haben, die für Chlamydien sprechen, selbst wenn die Testergebnisse noch nicht vorliegen. Sie erhalten außerdem eine Behandlung, wenn Ihr Partner positiv auf Chlamydien getestet wird.

Die meisten Antibiotika sind mit der hormonellen Verhütung vereinbar (etwa die Pille, Pflaster oder Injektion), fragen Sie aber sicherheitshalber bei dem behandelnden Spezialisten nach.
Erzählen Sie dem Arzt oder der Krankenschwester außerdem, wenn Sie schwanger sind oder sein könnten oder wenn Sie stillen. Dies kann die Art des verschriebenen Antibiotikums beeinflussen.
Die Nebenwirkungen sind in der Regel sehr mild, können aber auch Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder Soor verursachen.

Wenn Sie Symptome hatten, dann sollten Sie schnell eine Verbesserung verspüren. Sie sollten sich noch einmal an die behandelnde Person wenden, wenn:
• Die Symptome innerhalb einer Woche nicht abnehmen
• Sie erneut ungeschützten Verkehr hatten
• Sie ungeschützten Verkehr mit Ihrem Partner hatten, bevor die Behandlung abgeschlossen ist
• Sie die Anleitungen nicht befolgt oder die Behandlung nicht abgeschlossen haben
• Wenn der Test negativ war, Sie aber Anzeichen einer Chlamydien-Infektion aufweisen

Sie sollten 7 Tage nach der Behandlung keinen Sex haben, um zu verhindern, dass Sie sich erneut anstecken oder die Infektion an jemanden anders übertragen.
Es ist wichtig, dass Sie Ihrem aktuellen und jedem kürzlichen Sexpartner von Ihrer Chlamydien-Behandlung berichten, sodass sich diese ebenfalls behandeln lassen. In Deutschland wird empfohlen, jedem Sexualpartner, den Sie in den letzten 6 Monaten hatten, zu informieren. Verschiedene Kliniken können Ihnen dabei helfen, wenn es Ihnen schwer fällt, selbst über die Chlamydien-Infektion zu sprechen.

Einige Kliniken bieten an, dem Sexualpartner eine Mitteilung zu senden. In diesem Brief steht dann, dass ein Test empfohlen wird, Ihr Name wird dabei aber nicht erwähnt.